18. Alaska - Eindrücke

Heute haben wir Alaska, das eigentliche Ziel unserer Reise, verlassen. Schon allein für die Anreise haben wir 11 Tage von Denver / CO aus benötigt und 18 Tage haben wir uns Zeit genommen diesen 49. Bundesstaat zu erkunden. Die tatsächliche Größe, Unwegsamkeit und Wildheit Alaskas wird aber erst bei einem Blick auf die Landkarte sichtbar. Wenn man bedenkt, dass nur der äußerste Osten und Süden, nicht einmal ¼ der Gesamtfläche, durch ein spärliches Straßensystem erschlossen sind, dann müssen wir einsehen, dass wir nur den "Tropfen auf den heißen Stein" zu sehen bekommen haben. Doch selbst "der Tropfen" hat starke Eindrücke und Spuren in unseren Erinnerungen hinterlassen. Die baumlosen Ebenen der Tundra am Polarkreis - die Fichten - und Birkenwälder in Zentralalaska um Fairbanks - die feuchten Regenwälder am Pazifik - unzählige Seen und Flüsse - mächtige Bergmassive - Gletscher und Fjorde - Regen und Sonne - klare, kalte Nächte mit Polarlichtern - warme Tage - Einsamkeit in Tok - Trubel in Anchorage - Bären, Elche, Lachse, Füchse, Coyoten, Adler und Eichhörnchen: all das und noch vieles mehr ist Alaska! Jedes für sich schon neu und einzigartig. Es gab Zeiten, da stand Alaska synonym für die Hoffnung nach Gold; heute steht es, zumindest für uns, für die Suche nach dem Ursprünglichen. Für uns ist es einer der wenigen Plätze, zu denen man aus der westeuropäischen Enge, dem Gedränge und den Zwängen der Alltagswelt entkommen kann. Natur im Urzustand. Das Verstehen der kleinsten, sensibelsten Zusammenhänge, um mit der Natur zu leben. Ist es nicht das, was uns überzivilisierten Großstädtern so oft fehlt?

Für uns wird das Gesicht des Nordlandes seine Faszination jedenfalls nie verlieren. Alaska - North to the Future!?